Fünf Fragen an...Luca Bangrazi

Luca Bangrazi kandidiert in Lengsdorf und auf dem Brüser Berg für den Stadtrat. Der 30-Jährige zog mit seiner Freundin zum Studium nach Bonn. Inzwischen ist er verheiratet und hat einen Sohn. Er absolviert aktuell eine Ausbildung zum Orthopädieschuhmacher in der Bonner Altstadt.

Wir haben Luca Bangrazi fünf Fragen gestellt – über die Bedürfnisse junger Familien, den öffentlichen Nahverkehr in Bonn und seinen Weg zur SPD.

Warum möchtest du in den Stadtrat?

Um mich für die Anliegen junger Familien in Bonn zu engagieren. Es ist ein Privileg, das Vertrauen seiner Partei zu genießen und diese großartige Chance wahrnehmen zu dürfen. Für den Rat zu kandidieren heißt, es ernst zu meinen und nicht nur darüber zu reden, was geändert werden könnte. Ich möchte unsere Stadt mitgestalten und dabei helfen, unseren Plan für Bonn umzusetzen.

Welches Thema liegt dir besonders am Herzen?

Der öffentliche Nahverkehr in Bonn muss attraktiver werden. Bonn ist laut und von vielen Staus geplagt – und das tagtäglich. Dabei hat unsere Stadt das Potenzial, wieder zu der altbekannten "Perle am Rhein" zu werden. Familien -und umweltfreundlich – das geht, wenn wir guten Ideen Raum geben und die Stadt nicht mehr in erster Linie für Autofahrer gedacht und geplant wird. Eine der vielversprechenden Ideen ist die Westbahn, die Straßenbahnverbindung in den Bonner Westen bis auf den Brüser Berg. Sie kann noch mehr Stadtteile an das Zentrum anschließen, ohne das jeder in sein eigenes Auto steigen muss. 

Was bedeutet Solidarität für dich?

Solidarität bedeutet für mich, dass „alle zusammen“ wichtiger ist als „ich zuerst“.
Auf Kommunalpolitik bezogen könnte das bedeuten, dass wir das Wohnen in der Stadt für alle Alters- und Einkommensgruppen möglich machen. Dafür wird Bezahlbarer Wohnraum von der Stadt selbst gebaut, die Kinderbetreuung ausgebaut, Barrierefreiheit durchgesetzt und der öffentliche Nahverkehr zum günstigsten Verkehrsmittel gemacht. So können nicht nur die Menschen ein gesundes Leben in Bonn führen, die es sich leisten können. Bonn ist schließlich für alle da.

Wie bist du zur Politik und zur SPD gekommen?

Politik hat mich schon immer interessiert. 2017 bin ich im Zuge des Bundestageswahlkampfes in die SPD eingetreten. Seit ich wählen kann, habe ich fast immer sozialdemokratisch gewählt. Aber mit 27 Jahren wollte ich endlich den Schritt in die Partei wagen, die mich schon so lange begeistert hat. Schneller, als ich es für möglich gehalten habe, bin ich von vielen freundlichen und aufgeschlossene Genoss*innen begrüßt und eingebunden worden. Mitmachen ab dem ersten Tag ist bei der Bonner SPD möglich und das hat mich immer wieder motiviert.

Was ist deine Vision für unsere Stadt in fünf Jahren?

In 5 Jahren kann es in allen Stadtteilen mehr bezahlbaren und familienfreundlichen Wohnraum geben. Nicht nur Apartmenthäuser säumen die Straßen und der zahlreiche Leerstand ist überwunden. Immer wieder entstehen neue Wohnprojekte. Innerhalb der Stadt eine größere Wohnung zu finden, ist kein Ding der Unmöglichkeit mehr.