Fünf Fragen an...Benedikt Pocha

Benedikt Pocha kandidiert in Plittersdorf und Hochkreuz für den Stadtrat. Der gebürtige Bad Godesberger hat während seines Jura-, Politik- und Geschichtsstudiums in der Bonner Südstadt gelebt und ist dort auch Sozialdemokrat geworden. Neben seiner abwechslungsreichen Berufstätigkeit als Angestellter in einer Bonner Reha-Klinik und freier Mitarbeiter in einem Bonner Museum nimmt er sich gerne und viel Zeit für sein ehrenamtliches Engagement: Nach viel Freude als Vorsitzender der Bad Godesberger Jusos ist er derzeit leidenschaftlich gerne Vorsitzender der SPD im Bad Godesberger Norden und setzt sich mit viel Herzblut für eine lebendige Sozialdemokratie in Bad Godesberg und Bonn ein.

Wir haben Benedikt Pocha fünf Fragen gestellt – zu seiner Motivation für den Stadtrat, zu seinem Herzensthema und seiner Vision für Bonn.

Warum möchtest du in den Stadtrat?

Ich bemerke in Bad Godesberg und Bonn an zu vielen Stellen, wie schlecht unsere Stadt seit Jahren regiert wird. Da ich schon immer sehr gerne hier lebe, regt mich dieser Stillstand in vielen Bereichen so sehr auf, dass ich ihn einfach nicht weiter ertragen möchte. Stattdessen will ich im Stadtrat daran mitarbeiten, dass sich das ändert und sich unsere Stadt nicht weiter unter Wert verkauft, sondern wir in Bad Godesberg und in ganz Bonn endlich wieder vorankommen.

Welches Thema liegt dir besonders am Herzen?

In der Kommunalpolitik sind viele Themen wichtig, denn sie betreffen die Menschen ganz oft sehr direkt in ihrem Lebensalltag. Mein Herzensanliegen besteht darin, die Menschen bei der Bewältigung der vielen kommunalpolitischen Herausforderungen im Blick zu behalten und mitzunehmen. Deshalb setze ich mich bereits seit acht Jahren als Mitglied im Bürgerausschuss des Stadtrates für eine bessere und damit meine ich vor allem rechtzeitigere Beteiligung der Bonnerinnen und Bonner an den für unsere Stadt wichtigen Entscheidungen ein. Als Stadtverordneter möchte ich hieran weiterarbeiten und mit zwei offenen Ohren für die Anliegen aller Bonnerinnen und Bonner ansprechbar sein.

Was bedeutet Solidarität für dich?

Solidarität ist für mich die Erkenntnis des Einzelnen, dass man gemeinsam mehr erreichen kann. Gerade in diesen verrückten Zeiten der Corona-Krise erleben wir sehr anschaulich, dass es letztlich unser aller Wohl dient, uns in gegenseitiger Rücksichtnahme alle etwas einzuschränken, indem wir Abstand halten und Mund-Nasen-Schutz tragen. So sehr ich mir ein baldiges Ende der Krise wünsche, hoffe ich, dass wir uns diese breit gelebte Solidarität über Corona hinaus erhalten.

Wie bist du zur Politik und zur SPD gekommen?

Für Politik habe ich mich schon in der Schule sehr interessiert und deshalb auch in Bonn neben Geschichte und Jura mit viel Freude Politische Wissenschaften studiert. Der Auslöser, selbst in der Politik aktiv zu werden, war bei mir das Ergebnis der Bundestagswahl 2009: Ich bin noch am Wahlabend in die SPD eingetreten, weil ich aktiv daran mitwirken wollte, dass wir nicht so schnell wieder eine schwarz-gelbe Bundesregierung bekommen. Das hat auf der Bundesebene seitdem schon geklappt und ich bin sehr zuversichtlich, dass wir bald auch im NRW-Landtag und noch viel schneller bei uns im Bonner Rat eine Mehrheit bekommen, die mit einer starken sozialdemokratischen Handschrift fortschrittsorientierte Politik machen wird.

Was ist deine Vision für unsere Stadt in fünf Jahren?

Ich will im Rat daran mitarbeiten, dass Stillstand und Zerreden wichtiger Zukunftsprojekte für unsere Stadt bis 2025 endlich ein Ende haben und wir mit stärkerem Zusammenhalt in unserer Stadtgesellschaft Bonn gemeinsam zukunftsfähig machen. Ganz konkret wünsche ich mir, dass wir im Jahr 2025 bereits große Schritte zur Klimaneutralität gemacht haben. Ich würde auf Bonns Straßen gerne mehr Räder auf sicheren Radwegen sehen und deutlich mehr Bahnen und CO2-neutrale Busse, die so komfortabel, preiswert und zuverlässig genutzt werden können, dass man das eigene Auto für Fahrten innerhalb Bonns immer öfter mal stehen lässt. Außerdem tragen in 5 Jahren dazu hoffentlich eine den Rhein überquerende Seilbahn und eine Wasserbus-Linie bei, die auf ihrem Weg von Mehlem nach Bonn gerne auch in meinem Wahlkreis Plittersdorf/Hochkreuz Halt machen darf. Darüber hinaus wünsche ich mir bis 2025 für die vielen weiteren Probleme unserer Stadt wie den Wohnraummangel, die ungleichen Chancen im Bildungssystem und die erschreckend hohe Kinderarmut in unserer eigentlich so reichen Stadt endlich konkrete Lösungen, die wir nur finden werden, wenn das Gegeneinander in unserer Stadtgesellschaft endlich aufhört, und wir in Solidarität gemeinsam an Bonns Zukunft arbeiten